Wie du mir, so ich dir? Gespräche zielorientiert führen

Häufig warten wir viel zu lang, bis wir endlich losgehen und versuchen ein bestimmtes Thema bei dem anderen anzusprechen. Gefühle werden dabei lange unterdrückt und manchmal eskaliert die Situation. Dabei war es am Anfang nur eine Kleinigkeit, die uns gestört hat und wir waren durchaus bereit zu verhandeln. Aber je länger wir warten, desto mehr braucht es am Ende manchmal nur ein Wort und uns platzt der Kragen. Sie können das vermeiden. Sprechen Sie Konflikte, Kritisches oder Störungen frühzeitig an und bereiten Sie sich zielorientiert darauf vor
- Was ist ihr Ziel, was wollen Sie in dem Gespräch erreichen? Was genau stört Sie, was sind Ihre Gefühle, und worin besteht Ihr eigener Anteil an der Situation?
- Bedenken Sie, dass der andere das gleiche Recht hat auf Verwirklichung seiner Bedürfnisse wie man selbst. Er ist ebenfalls ein liebenswerter Mensch mit Stärken und Schwächen.
- Brodelt der Konflikt schon seit längerem und ist er mit Unsicherheit und Angst verbunden, empfiehlt es sich, das Gespräch vorher mit einem vertrauten Freund oder einer Freundin in einem Rollenspiel durchzuspielen.
- Vielleicht ist der Streit ist einer von vielen und damit der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Dann sollten wir uns zunächst von den starken Gefühlen entlasten, damit wir beim Konfliktgespräch nicht ständig in Tränen ausbrechen oder vor Wut schnauben.
Im Konfliktgespräch selbst ist es wichtig, sich einen neutralen Ort zu suchen, an dem die Konfliktpartner für sich sind und nicht gestört werden. Formulieren Sie so konkret wie möglich, was Sie an dem Verhalten des anderen stört. Bleiben Sie bei der Sache. Springen Sie nicht von einem Ärgernis zum nächsten, und reiten Sie auch nicht auf vergangenen Situationen herum. Das kompliziert den Austausch, und die Gefahr besteht, dass die Situation eskaliert.
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Zeitungsartikel: Auch streiten kann man lernen, Autorin: Michaela Arlinghaus; pdf-Datei, 500kB
