Der März war digital. Ich bin beruflich keinen einzigen Kilometer mit dem Auto gefahren und habe etwa 250 Stunden vor dem Bildschirm verbracht – das sind mehr als 10 Tage ununterbrochen. Whow! Das macht mir inzwischen häufig trockene Augen und ich erinnere mich mit einer App daran, häufiger ins Grüne und in den Himmel zu schauen. Und doch macht es mir Freude verschiedene Angebote und Seminare online zu entwickeln. Wie ich digital nach meinem Dharma suchte und was ich sonst noch online umgesetzt habe, darüber schreibe ich in diesem Monatsrückblick März.

 Shakti Dharma Vertiefung  – auf der Suche nach meinem Dharma

Ich spüre seit längerem, dass ich meinem Leben noch einmal eine neue Richtung geben möchte. Im März nahm ich an der Shakti Dharma Vertiefung mit @simonerita.womenstemple und dem Awakening Women-Team teil. Ein Dharma als Berufung und Bestimmung lässt sich wunderbar mit einem Zitat beschreiben:

Jeder Mensch ist berufen, jemand zu sein: Aber er muss verstehen, dass er, um diese Berufung zu erfüllen, nur ein Einziger sein kann: er selbst. Thomas Merton

Dharma, Vision, Berufung, Wesenskern oder dein einzigartiger Seelenruf

In der Shakti Dharma Vertiefung widmen wir uns mit vielen anderen Frauen fünf Wochen lang tiefen Fragen an unser Leben, unsere Arbeit, unser Leadership und unsere Kreativität:

  • Weshalb bist du hier?
  • Was liebst du?
  • Wann schlägt dein Herz und wonach sehnst du dich?
  • Was ist dir in deinem Leben wichtig zu leben und zu geben?
  • Wie können deine Erfahrungen Teil deiner Gaben an die Welt sein?
  • Was rufst du in dein Leben?

Gemeinsam richten wir uns an unseren Werten aus und sind verbunden mit dem schwesterlichen Kreis. Meditationen, Befragungen mit unserem zukünftigen Selbst, Übungen, Feedback und Rituale leiten uns durch ein spirituelles Erwachen verwurzelt in der Quelle.

Der Inhalt der Shakti Dharma Vertiefung folgt dem Curriculum, das Chameli Ardagh entwickelt hat:

Dein Dharma ist ein Impuls aus deinem Inneren,
der sich voll und ganz als du entfalten möchte.
Es betrifft nicht nur die Menschen: alles im
Universum hat eine einzigartige Schwingung
und einen einzigartigen Ausdruck.
Je näher du an der Schwingung von dir dran bist,
desto erfüllter ist dein Leben.  Chameli Ardagh

Wenn ich es bodenständig formulieren sollte, dann ist das Dharma so etwas wie deine Vision oder deine Berufung, dein Wesenskern, dein Seelenruf. Herausfordern ist für mich, meinem Dharma nicht frühzeitig eine Form zu geben und mich dann daran festzuhalten. So übe ich mich im Außen darin, Tools zu lernen, Marketing-Maßnahmen einzuleiten und mit diesem Nicht-Wissen zu sein. Ich nehme mir dieses ganze Jahr dafür Zeit, lass mich inspirieren, gehe spazieren, lese, meditiere, lerne und lass mein Dharma für mich arbeiten.

Nächste Woche schreibe ich etwas über meine Vision – vielleicht wird es dann für mich und dich klarer.

2-Tages-Führungskräfteseminar von Präsenz zu Online übertragen

Im März hatte ich tatsächlich mein allererstes 2-Tages-Online-Führungskräfteseminar. Ich habe mich lange gesträubt, weil ich der Meinung bin, eine einfache Übertragung von Präsenz auf Online funktioniert nicht. Da die Kommune bei den vielen Verschiebungen an ihre Raumgrenzen stieß, bat mich die Personalleiterin, das Format online durchzuführen.

So entschied ich mich, die Inhalte entsprechend anzupassen. Ich erstellte Umfragen, vereinfachte die Übungen und wechselte kontinuierlich das Setting zwischen Einzel- und Kleingruppenarbeit sowie Austausch im Plenum. Viele kurze Pausen und kontinuierliche Interaktionselemente sollten die beiden Tage auflockern. Ich arbeite mit Zoom, weil  die Handhabung sehr leicht und intuitiv funktioniert. Besonders einmalig sind allerdings die Breakout-Sessions, virtuelle Kleingruppenräume, in denen die Teilnehmer:innen per Zufall oder gezielt nach Themen und Interessen zusammen arbeiten können. Alle Ergebnisse lassen sich im Chat und im Whiteboard speichern, was für die Seminardokumentation sehr hilfreich ist.

Teilnehmer:innen lassen sich mit dem Online-Seminar überraschen

Das Thema des Seminars: „Kommunikation mit Fingerspitzengefühl. Kritische Mitarbeiter-, Jahres- und Beurteilungsgespräche“. Das Format eignet sich in der Regel ausgezeichnet für Rollenspiele und Trainingseinheiten, um die Impulse zu vertiefen und neue Verhaltensweisen einzuüben. Allerdings habe ich mich da noch nicht herangetraut, dies auch online umzusetzen. In der Rückmeldung äußerten Teilnehmer:innen, dass ihnen das gefehlt habe. Also werde ich an einer Weiterentwicklung arbeiten.

Die Teilnehmer:innen waren ausgesprochen überrascht und vor allem begeistert über die vielfältigen Möglichkeiten von Zoom. Viele Kommunen arbeiten mit MS-Teams und da fehlt vor allem der Austausch in kleineren Gruppen. Als sehr hilfreich erlebten die Teilnehmer:innen ebenfalls die vielen Anregungen zum Thema wertschätzende Kommunikation auf Distanz. Mich hat erstaunt, dass alle Führungskräfte nach dem Seminar weiter an den Inhalten arbeiten wollten und sich zu weiteren Treffen vernetzt haben.

Mein Fazit: Auch Online lässt sich wertschätzend kommunizieren

Ja, ein 2-Tages-Online-Seminar ist sehr anstrengend. Allerdings lässt sich mit guter Vorbereitung durchaus eine Dramaturgie aufbauen, die informiert, trainiert, unterhält und gleichzeitig eine Lerntiefe für den Transfer in den Alltag schafft. Ich bin sehr zufrieden und die Teilnehmer sind es nach meinem Eindruck ebenso. Sollte ich die Inhalte für solch ein Seminar online konzipieren, würde ich 4 mal 3 Stunden anbieten mit 2-4wöchigen Pausen. Denn, egal, wie positiv die Resonanz war, zwei Tage vor dem Bildschirm an einem Seminar teilnehmen, dass braucht kein Mensch und es lässt sich anders besser konzipieren.

So habe ich es beispielsweise im März für Familienzentren und Kitas konzipiert.

Online-Angebot für Kitas zum Thema zeitgemäße Mitarbeitergewinnung

Für Leiter:innen von Familienzentren und Kitas entwickelte ich für den Herbst ein Onlineangebot zum Thema: „Warum niemand mehr Bewerbungen schreibt. Mitarbeitergewinnung mit zeitgemäßen Maßnahmen“. Das Seminar ist mit insgesamt vier Modulen zu je zwei Stunden geplant. Impulse, Praxisbeispiele, Kleingruppenarbeit, Reflexion im Plenum und vertiefende Aufgaben sowie konstruktive Rückmeldungen zu eigenen Projekten wechseln sich ab.

Viele pädagogische Fachkräfte gehen in den nächsten Jahren in Rente, Experten fordern einen höheren Personalschlüssel für die Betreuung und Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz. Einrichtungen werden so zunehmend zu Bewerber um passende, kompetente Mitarbeiter:innen. Umso wichtiger ist es, die passenden Bewerber:innen auch zu erreichen und sie für die Einrichtung zu begeistern.

Bewerbungsmanagement für Einrichtungen optimieren und Bewerber:innen begeistern

In diesem interaktiven Online-Format erhalten die Leiter:innen Einblick in zeitgemäße Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung.  Sie tauschen sich über Trends der Personalsuche aus und entwickeln Ideen für neue Wege, schauen sich Praxisbeispiele an und werfen einen kritischen Blick auf die eigene Einrichtung.

Inhalte

  • Bewerbungsmanagement optimieren, richtige Touchpoints setzen und Bewerberzielgruppen in den Blick nehmen
  • Zeitgemäße Stellenanzeigen formulieren und Attraktivitätsfaktoren, Nutzerversprechen sowie Anforderungsprofile auf den Punkt bringen
  • Mindestanforderungen an eine modere Arbeitgeberseite herausarbeiten
  • Stellen- und Arbeitgeberbewertungsportale sowie die Anwendung von Social Media Kanälen diskutieren

 Was sonst noch so los war im März

Darauf freue ich mich im April

  • Weiterentwicklung, Veröffentlichung und Bekanntmachung meines Newsletters
  • Ein Besuch bei meiner Tochter, die ich seit August nicht mehr in Berlin besuchen konnte und die im Juli ihr erstes Baby bekommt.
  • Meine Eltern sind über 80 Jahre und erhalten bis Ende April endlich ihren Impfschutz
  • Mein Blogbeitrag zu meiner Vision
  • Schwesterkreis in Hamburg
  • Auf schöneres Wetter, viel Sonne und Wärme und ganz viele Ausflüge mit dem Rad