Wenn du mich kennen würdest, wüsstest du … Diese Kennenlern-Übung liebe ich. In diesem Blogbeitrag erzähle ich dir etwas über mich. Mein Leben, meine Erfahrungen, meine Herausforderungen, Schwächen und Stärken. 50 an der Zahl, vermutlich sind es noch mehr – ich werde sie nach und nach ergänzen.
  1. Ich bin frisch gebackene Oma eines ersten Enkelsohnes.
  2. Ich habe mal ein Kabarettstück vor etwa 30 Frauen präsentiert. Einfach so. Etwas, dass ich noch nie vorher gemacht hatte. Hättest du mich gefragt, ob ich das tun würde, hätte ich gesagt „Never ever“. Es war ein großer Erfolg – die Frauen konnten wirklich nicht mehr aufhören zu lachen, hielten sich den Bauch und sprechen mich heute noch lachend darauf an.
  3. Ich bin meinem Geburtsort sehr treu. Geboren bin ich Münster. Als junge Frau lebte ich für zwei Jahre in Berlin, dort ist meine Tochter geboren. Nun lebe ich wieder in Münster. Meine Tochter hat ihre Geburtsstadt vor einigen Jahren (wieder) für sich entdeckt und hat dort einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Sie ist heute Mutter eines gesunden Jungen.
  4. Mein Lieblingslied mit 15 Jahren: Chicago: „If you leave me now“; und bei Leonard Cohen und seinem Lied „Suzanne“ schaute ich immer total verliebt in die Augen eines älteren Jungen mit unglaublich langen Wimpern. Außerdem beeindruckte mich Chuck Magione mit „Children of Sanchez“.
  5. Ich war Klassensprecherin, Oberstufensprecherin und Schulsprecherin in meiner Realschule und in der Berufsschule.
  6. Mein erstes Mofa war eine Ciao, in die ich ein kleines Ritzel einbaute – so brachte ich 50 Stundenkilometer auf`s Tacho.
  7. Die Spitznamen meiner Jugendzeit: Hedwig, Meikel, Alfred – wegen meiner Zahnlücke.
  8. Als ich mein Abi auf dem 2. Bildungsweg machte, mixte ich des Nachts Cocktails und fuhr Taxi.
  9. Ich habe meine Tochter allein großgezogen und immer in WG`s gewohnt; einmal dachte ich mir eine Geschichte für einen potenziellen Vermieter aus, die ich dann am Ende dramatisch enden ließ, damit ich überhaupt als Alleinerziehende eine 4-Zimmer-Wohnung bekomme. Es hat geklappt.
  10. Ich bin nicht als Expertin für Kommunikation geboren und war in den letzten Jahrzehnten in vielen Feldern unterwegs: als pädagogische Mitarbeiterin, Taxifahrerin, Kellnerin, Hostess, Festival-Ordnerin, Tischlerin, freie Journalistin bei der Lokalzeitung und –radio, Eisverkäuferin, Verkosterin, Fotografin, Marketingfachfrau, Trainerin, Mutter, Oma, Ehrenamtliche, Spirituelle
  11. Amrum im Winter – ein Traum. Ich war dort im Februar zur Mutter-Kind-Kur. Es war bitterkalt. Meterhoch der Schnee. Teilweise ist der Fährverkehr eingestellt worden. Mir sind in dieser Zeit alle Wasserleitungen zu Hause eingefroren. Ich fand es so toll auf der Insel, dass ich mir einen Job gesucht habe. Marie hatte noch Zeit bis zur Einschulung und ich wartete auf einen Studienplatz. Und so verbrachten wir ein gutes halbes Jahr auf meiner Lieblingsinsel.
  12. Ich bin neun Mal für drei Wochen mit dem Auto nach Portugal gefahren. Wechselnde Besetzung. Das erste Mal in einem umgebauten Krankenwagen. Drei Frauen und fünf Kinder. Ein anderes Mal fehlten uns die Mitfahrer:innen; so rief meine 12-jährige Tochter kurzerhand bei 1LIVE an und fragte den Redakteur, ob er nicht einen Aufruf machen könne.
  13. Anfang 20 wohnte ich mit fünf Männern und mindestens vier Hunden, mehreren Katzen und Hühnern in einem alten Herrenhaus auf dem Land.
  14. Ich liebe es, mit Rezepten zu experimentieren. Weil ich so viel Freude beim Kochen habe, tanze und singe ich dann auch gern und achte nie auf Ordnung – mein Liebster nennt mich liebevoll „Küchenrabauke“
  15. Menschen, die mich gut kennen, sind immer an meiner linken Seite. Ich höre nur auf dem linken Ohr. Das habe ich erst als Erwachsene richtig realisiert. In der Schule stand unter den Zeugnissen, Michaela passt nicht auf und schaut häufig aus dem Fenster. Die Dorfkinder wählten mich bei der Mannschaftsaufteilung für Völkerball und Brennball meist als Erstes aus. Allerdings war ich auch die Erste, die abgeworfen wurde. In meinen ersten Jugend-Diskos habe ich immer abwechseln „Ja“ und „Nein“ geantwortet, wenn mir jemand etwas ins Ohr geschrien hat (wegen der lauten Musik).
  16. Ich arbeite seit fast 30 Jahren als Journalistin und PR-Fachfrau, seit mehr als 20 Jahren gebe ich Seminare und Trainings, seit 15 Jahre coache ich Menschen und seit 2 Jahren bin ich Yogini.
  17. Ich liebe es, mich in Themen zu vertiefen, alles darüber zu lesen, zu sehen und zu hören. Aktuell forsche ich zum Thema „Weibliche Spiritualität“; mich interessiert, was Weiblichkeit genau ist und wann und warum diese Qualität uns Frauen abhandengekommen scheint.
  18. Ich liebe Radfahren. Als ich Single war, wünschte ich mir nicht etwa einen Liebsten an meiner Seite, sondern einen Mann, der mit mir Rad fährt. Und so ist es gekommen. Vor 6 Jahren lernte ich Joachim kennen und seither sind wir schon Tausende von Kilometer gefahren.
  19. Fakten sind mir ein Greul. Ich mag sie nicht, diese Zahlen und Daten. Wie groß ist dieser Kirchturm, wie heißt die Stadt XY vom letzten Urlaub, wie viel Kilometer ist es bis Nimmerwiedersehen, wie hieß nochmal die Frau mit der Marmelade, der Laden mit den schönen Kleidern oder das Café um die Ecke? Manchmal ist das peinlich, ich mogele mich dann um die Frage herum. Im Alltag und im kleinen Familienkreis erfinde ich einfach neue Wörter oder Fakten, wenn mir die Antwort gerade nicht einfällt. Meine Liebsten finden das nicht immer lustig.
  20. Wenn ich von einem beruflichen Termin wiederkomme, ziehe ich mich komplett aus und was Anderes an. Ich brauche das. Es ist, wie eine Rolle abzustreifen.
  21. Ich liebe es, durch die Natur zu streifen, Tiere zu beobachten, Pflanzen zu bestimmen, wilde Früchte und Kräuter zu ernten und zu verarbeiten, Fotos zu machen und still zu lauschen auf die Geräusche, die Stille, die Vögel.
  22. Als Kind voltigierte ich; heute möchte ich gern wieder mal auf einem Pferd sitzen – es steht auf meiner Löffelliste.
  23. Ich kann es nicht leiden, wenn jemand den Spüllappen über den Küchenhahn legt oder den Ausguss mit schmutzigen Geschirr vollstopft.
  24. Ich sehne mich danach, viel mehr Kleider zu tragen, denke aber, ich hätte keinen Kleidergeschmack, sei zu alt und hätte nichts Passendes dazu.
  25. Ich ertrage es nicht, wenn eine angebrochene Tafel Schokolade so einfach auf dem Tisch liegt; ich muss sie quasi verschlingen. Gerade mache ich einen Zuckerfrei-Minikurs dazu und nehme einen neuen Anlauf, zuckerfrei zu werden.
  26. Ich liebe die Kekse der de-Beukelaer Prinzenrolle. Mit klitzekleinen Bissen wie Mäusezähnchen knabbere ich zunächst die runden Kanten von dem Doppelkeks ab. Mein Ziel: die Menge der Kakaocreme ist größer als der Keks selbst. Die zart schmelzende Creme in meinem Mund beglückt meine Sinne.
  27. Ich hatte mal einen Ordnerjob bei einem Festival und war zuständig, nur die Autos auf`s Gelände zu lassen, die eine Genehmigung hatten. Das führte dazu, dass ich mich weigerte, der Band „Cure“ den Zutritt zu gewähren. Sie konnten keine Genehmigung zeigen und schauten auch absolut düster und voll cool. Mir waren die völlig unbekannt. Dass sie der Haupt-Gig des Festivals waren, wusste ich nicht.
  28. Wichtige Bücher, an die ich mich bis heute erinnere: Simone de Beauvoir: „Das andere Geschlecht“ und „Alle Menschen sind sterblich“; Hermann Hesse: „Narziss und Goldmund“; Jean Leadloff: „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“; Clarissa Pinkola Estés: „Die Wolfsfrau“.
  29. Meine Lieblingsfilme und Serien waren in jungen Jahren: „Dallas“ und „Twin Peaks“ – die Serie und ganz klar „Die Dornenvögel“ (auch die Musik dazu!) ich liebte Musik- und Tanzfilme wie „Dirty Dancing“, „Grease“, „Flashdance“, „Footloose“ und träumte davon, genauso gut tanzen zu können. Noch heute liebe ich es, zu tanzen.
  30. Ich tauche gern ein in Themen. Jahrelang dachte ich, ich sei ein Scanner-Typ. Heute weiß ich, dass ich mich gern vertiefe, forsche, durchdringe. Ob in Begegnungen oder für mich spannende Themen, ich will immer mehr …
  31. Ich liebe Märchenfilme nicht nur zu Weihnachten. Ich sitze rührig vor dem Fernseher, glaube die ganze Geschichte und vergesse alles um mich herum. Klar, am Ende weine ich vor Glück.
  32. Ich brauche am Abend immer meine Wolldecke und oft meine Wollsocken – egal, ob Sommer oder Winter.
  33. Ich liebe Sachbücher. Früher stellte ich mir vor, ich sei über Nacht mal in einem Buchladen eingesperrt und könne nach Herzenslust durch die Regale stöbern. Heute sind es vor allem Themen wie Persönliche Entwicklung, Ernährung, alte Bräuche, Spiritualität.
  34. Nach der Schule wollte ich Innenarchitektin werden, zog mit 17 in eine eigene Wohnung auf dem Land und absolvierte dort eine Schreinerlehre. Diese Wohnung hatte noch eine Sitzbadewanne, die ich mit Holz befeuern musste.
  35. Ich liebe Düfte. Als junge Frau hat es mich oft umgehauen, wenn ein Mann so gut duftete. Heute sind es eher die Düfte der Natur, die mich beseelen. Eine besondere Rosencreme, ein selbstgemachtes Johanneskraut-Öl oder ein intensives Räucherstäbchen haben eine beruhigende Wirkung auf mich.
  36. Ich bin Kaffeesüchtig, auch, wenn ich nur zwei Tassen am Tag trinke. Beim Fasten quälen mich jedes Mal Migräneattacken.
  37. Als Jugendliche war ich sehr rebellisch. In der 6. Klasse blieb ich sitzen mit fünf Fünfen und einer Sechs in Mathe. Als ich die neue Klasse bei meinem Lieblingslehrer betrat, bekam der einen Schock und rief: „Du kommst mir nicht in meine Klasse“ und lief an mir vorbei ins Rektorenzimmer. Als er nach einigen Minuten zurückkam, meinte er schroff: „Setz dich“ und kein weiteres Wort. Im Anschluss waren sich meine Mitschüler:innen einig und wählten mich zu ihrer Klassensprecherin. Damit begann meine Karriere zur Schulsprecherin.
  38. Mein erstes Auto war ein brauner VW-Käfer. Als Erwachsene fuhrt ich immer einen VW-Passat-Kombi Diesel, darin ließ sich auch wunderbar übernachten. In meiner Selbstständigkeit meinte ich, ich bräuchte einen 1er BMW – den habe ich nach einigen Jahren verkauft, weil ich zu selten damit fuhr.
  39. Ich habe als 14-jährige den Film „Der weiße Hai“ gesehen und jahrelang geriet ich in trüben Gewässern in leichte Panik, wenn ich die ersten Schwimmzüge machte.
  40. Meine Tochter war eine Hausgeburt. Um nichts in der Welt wollte ich in einen Kreißsaal. Am Stichtag saß ich mit Zeitschriften und Cassetten im Bett und war überzeugt, heute kommt das Kind.
  41. Vor meiner Selbstständigkeit war ich als Angestellte PR-Referentin in einem Chemiekonzern, im Theater, beim städtischen Presseamt, bei einem katholischen Verband, in einer caritativen Einrichtung und einem Nachhilfeinstitut. So richtig wohlgefühlt habe ich mir tatsächlich nur in der Verbändearbeit und insbesondere als Selbstständige.
  42. Ich fahre E-Bike; es hat Jahre gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte. Immer öfter fand ich Ausreden wie: zu windig, zu kalt, zu weit, zu bergig. Wir fuhren immer seltener unsere Runden. Heute machen wir wieder ausgiebig lange, bergige Touren fast bei jedem Wetter. Aber manchmal trauere ich dem Bio-Radfahren hinterher.
  43. Mein erster Freund war Fotograf bei Pan Walther und so fotografiere ich selbst auch seit ich 17 Jahre alt bin; meine erste Kamera – eine Minolta Srt 101 (manche Fakten erinnere ich kinderleicht), später eine analoge und dann eine digitale Canon Ausrüstung. Heute ist es das Handy und meine Kamara verstaubt im Schrank.
  44. Ich bin seit 2005 selbstständig als Kommunikationsberaterin, Journalistin, Coach und Trainerin.
  45. Ich schwänzte als Kind alle Bundesjugendspiele, weil ich mich für meine Unsportlichkeit schämte. Erst mit 40 Jahren erkannte ich, dass dieser Glaubenssatz daraus resultierte, weil ich auf einem Ohr nichts hörte. Sport gehört heute für mich zu meinem Leben dazu. Zeitweise ging ich vier Mal die Woche ins Fitnessstudio, machte Spinning (einen 8-Stunden-Marathon zähle ich zu meinen besten Erfolgen), ich joggte und brachte es auf immerhin 70 Minuten am Stück und ich liebe Pilates sowie Yoga.
  46. Udo Lindenberg nahm mich als Jugendliche mal beim Trampen mit. Damals war er noch nicht so bekannt. Ich wollte einfach ins Schwimmbad in den nächsten Ort. Erst später erzählten meine Freunde mir, wer das war.
  47. Ich kann die Schnulze von Ella Endlich auswendig singen: „Küß mich, halt mich, lieb mich“ nach der Melodie von „Drei Nüsse für Aschenputtel“ – das habe ich noch nie jemandem erzählt.
  48. Ich liebe das Schreiben seit ich denken kann. Als Journalistin schreibe ich seit fast 30 Jahren für meine Kunden. Für mich allein füllte ich im letzten Jahr fast 10 Schreibbücher mit meine Gedanken. Heute bin ich Bloggerin und entdecke das Schreiben nur so aus Spaß für mich. Viele viele Jahre glaubte ich, ich könne nicht schreiben, auch wenn das mein Beruf ist. Heute arbeite ich an meiner Sichtbarkeit und schreibe, wie es mir gefällt.
  49. Ich habe mein Abitur auf dem 2. Bildungsweg absolviert und danach studiert – mit Kind, alleinerziehend. Meine Fächer: Kommunikationswissenschaften, Psychologie, Germanistik und Politik. Germanistik habe ich gleich aufgegeben, da mussten wir zu viel lesen – das war mit Kind und Nebenjobs nicht zu schaffen. Auch nahm ich nie an Vorlesungen teil. Ich fand das reine Zeitverschwendung. Überhaupt, war mir das Studium zu wenig praxisorientiert. Und so kamen neben dem Studium und dem Nebenjob als Taxifahrerin auch noch unbezahlte Praktika bei den Zeitungen und Radiosendern dazu.
  50. Ich bin Yogini, die daran glaubt, dass die Zukunft mehr weibliche Werte und Qualitäten braucht.

Newsletter

Erhalte Impulse, Neuigkeiten und Persönliches! Als Bonus bekommst du ein Geschenk von mir - ein Workbook zum Thema Selbsterkenntnis mit Übungen, Praxistipps und Anregungen

Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.