Veränderung geschieht ja häufig von heute auf morgen, quasi über Nacht, total plötzlich und unvermittelt. Ja, so kann es uns vorkommen, wenn wir nur lange genug warten, bis wir selbst den entscheidenden Schritt machen: Ins TUN kommen.  Dabei haben wir ja oft gute Gründe, warum wir jetzt noch nicht mit der Veränderung starten können.
Ganz ehrlich? Ich bin eine Frau, die oft im Leben gute Gründe hatte, (noch) nicht in die Veränderung zu gehen und das hat mich so manches Mal länger in der Komfortzone verharren lassen. Vielen gute Gelegenheiten sind damit an mir vorbeigezogen.
Wie ist das bei dir?
Manche Menschen bleiben in gewohnten Bahnen, bis der Impuls von außen kommt: die Kündigung durch den Arbeitgeber, die Trennung des Partners, der Eigenbedarf der Vermieterin, die besorgniserregende Diagnose des Arztes. Naheliegend, dass wir dann die Schuld für die eigene Misere erst mal den anderen in die Schuhe schieben können. Wir konzentrieren uns mit unserer ganzen Energie darauf, wie unmöglich sich der andere verhält. Das hält uns einmal mehr davon ab, ins Handeln zu kommen. Bis es am Ende höchste Eisenbahn wird. Spätestens da wird klar: wir haben nicht gut für uns gesorgt, die Kraft- und Energiequellen sind nahezu leer und außerdem wissen wir überhaupt nicht, wie denn nun der innere Wandel gut gelingen kann. Hinzu kommt die Sorge oder Angst, die Veränderung könnte nicht gelingen. In diesem Beitrag gebe ich dir wertvolle Tipps, wie du gut für dich sorgst, wie du dich auf die Veränderung vorbereiten kannst, damit auch dein innerer Wandel gelingen kann.

Im Teufelskreis aus Unzufriedenheit und Selbstzweifeln in der Komfortzone verharren

Mir ist es oft genauso ergangen. Bei mir waren es Selbstzweifel, alte Glaubensätze, die mich immer wieder zögern und zaudern ließen. Allzu oft war ich überzeugt, ich müsse erst noch dieses Buch lesen, den Vortrag des wichtigen Menschen XY hören, jene Fortbildung machen oder jenes Tool lernen. Am Ende bin ich erst gar nicht angefangen. Der Frust wurde größer und verstärkte mein kritisches Selbstbild.  Ich gab mich zufrieden mit meiner Komfortzone.

Mit den Jahren an Erfahrung änderte sich meine Haltung meinem inneren Wandel gegenüber. Ich sehnte mich nach mehr Tiefe, Fülle, Leichtigkeit, Sinn in meinem Leben und suchte aktiv nach Impulsen und Inspiration. Heute fließt mein Wissen zum Thema innerer Wandel in meine Coaching-Prozesse und Seminare ein.

Warum ist der innere Wandel eigentlich wichtig?

Es ist hilfreich, wenn wir den Sinn und die Motive für die Veränderung verstehen und den Wandel fühlen, damit motivierende Horizonte vor unserem geistigen Auge entstehen. Letztlich benötigen wir eine Strategie, wie wir nicht nur durchhalten, sondern mit der wir gestärkt aus der Veränderung hervorgehen. Egal wie es ausgeht, ob wir scheitern oder erfolgreich sind, wir lernen und wachsen in jedem Fall.

Wandel geschieht ständig, ob du handelst oder eben nicht

Die Welt dreht sich, Situationen und Menschen ändern sich, nach dem Winter folgt der Frühling, die Sonne geht unter, der Mond zieht auf und so geht es immer weiter. Das ist gewiss und betrifft auch dich. Auch du bist Teil dieses Kreislaufes von Werden, Wachsen, Vergehen und wieder Werden. Es ist eine wichtige Frage, wie wir unseren Platz im Leben einnehmen und dem inneren Wandel begegnen.

Meine Überzeugung ist, dass im Menschen die Sehnsucht nach neuen Erfahrungen sowie dem Streben nach Wandel und Entwicklung natürlich angelegt ist. Andererseits suchen wir nach Sicherheit, Schutz, Ordnung. Das sind existenzielle Bedürfnisse, die je nach Wertigkeit mehr oder weniger dazu führen, zu verharren und das Alte um jeden Preis zu bewahren oder eben Neues zu wagen. Entwicklung geschieht nur, wenn wir das Alte loslassen.

Was ist bei dir zum Sterben bereit?

Komm aus der Opferrolle raus, übernimm Verantwortung und ermächtige dich

Es macht einen großen Unterschied im Leben, ob wir den inneren Wandel selbst herbeiführen. Ob wir selbst den Impuls für den ersten Schritt setzen und so bewusst die Veränderung gestalten. Oder ob wir ausharren, bis die Veränderungen von außen geschieht und wir nicht mehr ausweichen können. Mit einer aktiven offenen Haltung übernehmen wir Verantwortung, ermächtigen uns selbst und vertrauen auf unsere Schöpferkraft. Dabei kannst du an vielen Anzeichen erkennen, wann es Zeit wird für deinen inneren Wandel.

Der Teufelskreis der Kompensation

Menschen, die häufiger im Leben ausharren, neigen hingegen dazu, ihre Unzufriedenheit zu kompensieren. Da werden lieber ein paar neue Schuhe gekauft, der Kurzurlaub am Meer gebucht oder wir lenken uns ab mit Sozialen Medien, dem allabendlichen Glas Wein oder trösten uns mit ungesundem Essverhalten. Das ist ein Teufelskreislauf, bei dem wir in der Opferrolle bleiben und uns entsprechend verhalten. Da suchen wir die Schuld oft bei den anderen oder begründen unser Unvermögen mit unlösbaren Bedingungen.

Das Gewohnte in Frage stellen, neue Wege wählen, alte Pfade verlassen, nach Lösungen suchen, aktiv um Unterstützung bitten, das ist auch mit Angst verbunden. Wir lassen los, betreten unsicheres Gebiet und wissen nicht, wohin uns das führt. Wenn wir uns dem stellen, lernen und wachsen wir. Menschen, die sich immer wieder die Frage stellen, was war erfolgreich, was ist wirklich wichtig in meinem Leben, was behindert mich und was kann ich besser machen, empfinden im Leben mehr Zufriedenheit und Selbstbewusstsein. Und das ist quasi auch das, was sich die Menschen, denen Veränderungen schwerfallen, ebenso wünschen.

Also, der einzige Weg geht über das TUN!

Gehe kleine Schritt gleich jetzt und in deinem eigenen Tempo

Am Anfang kann es leicht passieren, dass du dir zu viel zumutest. Du hast gerade eine gute Phase, bist voll des Tatendranges und willst gleich morgen loslegen: Mit dem Rauchen aufhören, wieder das Laufen anfangen, dich endlich zuckerfrei ernähren und vieles mehr. Da kann es leicht passieren, dass du dir zu viel vornimmst und dich überforderst. Erst kürzlich amüsierte ich mich mit einer Freundin darüber, dass sie als leidenschaftliche Schwimmerin und 2 Jahren Corona-Abstinenz nun endlich wieder und sehr entschlossen ihre halbe Stunde „durchziehen“ wollte. Du ahnst es bereits. Nach der 2. Bahn war Schluss, mehr schaffte sie nicht. Das ist natürlich ein emotionaler Dämpfer und kann ordentlich Frust aufbauen. Wenn wir derartige Situationen als Scheitern erleben, schieben wir einen erneuten Anlauf weit nach hinten.

Es ist also wichtig, dass du kleine Päckchen packst und Schritt für Schritt in deinem eigenen Tempo vorangehst.

Verschaffe dir Klarheit über deine Veränderungsthemen

So kann es nicht weitergehen. Du hast eingesehen, es muss sich etwas ändern und du willst es angehen. Etwas – das ist genau das Stichwort. Du weißt eigentlich gar nicht, was genau du verändern willst. Ein bisschen mehr soziale Kontakte, ein paar Kilos weniger oder doch lieber ein neuer Job? Bevor du dich verzettelst, tausend Ideen in deinem Kopf Achterbahn fahren, halte inne. Atme! Es ist wichtig, dass du dich vorbereitest und dir Klarheit über deine Veränderungsthemen verschaffst.

In welchen Lebensbereichen möchtest du dich verändern? Ich biete meinen Klienten gern das Lebensrad an – ein Coaching-Tool, mit dem wir eine Bestandsaufnahme in Bezug auf die Zufriedenheit machen. Das Lebensrad schafft Klarheit und hilft dir zu entscheiden, welcher Aspekt in deinem Leben dir am wichtigsten ist.

Folgende Lebensbereiche dienen dir als Anregung:

  1. Finanzen
  2. Gesundheit / Körper
  3. Persönliche Entwicklung
  4. Familie
  5. Freizeit/Erholung
  6. Beziehung/Liebe/Partnerschaft
  7. Beruf/Projekte/Karriere
  8. Freunde / soziale Beziehungen
  9. Spiritualität
  10. Wohnen

Priorisiere die einzelnen Aspekte und entscheide dich für 1-2 Veränderungsthemen, denen du dich fokussierst widmest.

Formuliere deine Bedürfnisse und übernimm Verantwortung für deinen inneren Wandel

Werde hellhörig, wenn du Gedanken formulierst wie „ich muss mich unbedingt mehr bewegen“, ähnlich auch: „ich sollte mir einen anderen Job suchen“ oder „ich könnte mal wieder eine Zeit auf Alkohol verzichten“. Du musst gar nichts! Auf der unbewussten Ebene macht `müssen` Druck. Wir fühlen uns fremdbestimmt, damit befeuern wir unsere Unzufriedenheit. Auch ´könnte´, ´sollte`, ´würde` drücken eher nicht reale Sachverhalte und Wünsche aus, die an unrealistische Bedingungen geknüpft sind. Und mit diesem Denken bestätigst und festigst du deine bisherige Realität. Mache aus deinem Müssen ein Wollen! Drücke konkret und präzise aus, was du brauchst, was dir wichtig ist, was dir eine Herzensangelegenheit ist, wonach du dich sehnst. Damit übernimmst du Verantwortung und bereitest den Boden, den kostbaren Humus vor, der den Samen deiner Veränderung bereits in sich trägt.

Verlasse deine alten Muster und erzähle eine neue Geschichte

Manchmal wissen wir nicht, was wir brauchen, haben den Zugang zu unseren Bedürfnissen verloren. Wir bleiben verhaftet in alten Mustern und Geschichten. Erzähle eine neue Geschichte! Tue es spielerisch auf kreative Weise. Beruhige deinen Verstand, lass die Gedanken vorbeiziehen und gib dich diesem tieferen Prozess hin. Male, schreibe, dichte, tanze, meditiere. Was immer sich für dich richtig anfühlt.

Visionsboard, Morgenseiten, Mindmaps und Neurographisches Zeichnen

Mir hat vor Jahren ein Visionsboard den Weg zu meinen Bedürfnissen aufgezeigt. Es hängt heute noch an meiner Tür und ich bin immer wieder erstaunt, wie viel sich bereits manifestiert hat. Auch immer wieder zwischendurch schreibe ich: Morgenseiten, Listen, Wünschen, Ideen, Briefe an mich selbst. Es verschafft mir Klarheit, beruhigt und fokussiert mich. Und wann immer ich nicht weiterkomme bei Fragen, Themen und Konzepten, mache ich auf großem Papier mit bunten Stiften ein Mindmap. Damit strukturiere und priorisiere ich meine Ideen und Gedanken. In diesem Jahr habe ich das neurographische Zeichnen ausprobiert. Es hilft mir wunderbar vom Denken ins Fühlen und in den Körper zu kommen.

Diese Fragen können dich durch deinen kreativen Prozess leiten

  • Wo zieht es dich hin, wonach sehnst du dich?
  • Bei welchen Tätigkeiten fühlst du Freude und Leichtigkeit in dir?
  • Was würdest du tun, wenn es kein Risiko gäbe?
  • Was ist dann anders in deinem Leben, wenn dein Sehnen sich erfüllt? Was wirst du fühlen, denken, handeln?
  • Was sagen die anderen über dich, wenn sie dich dann erleben?

Aktiviere Stärken und Kraftquellen, um mit Mut deinen Hindernissen zu begegnen

Es braucht Mut, um der Angst zu begegnen und mitten durch sie hindurchzugehen. Mut ist eine aktive Kraft, die dich durch deinen inneren Wandel leitet.

Mutig sein heißt

  • etwas zu tun, von dem du nicht weißt, wie es ausgeht,
  • deine inneren Stimmen zu beruhigen, wenn sie dich in der Komfortzone halten wollen,
  • zu handeln obwohl du Angst hast,
  • dich bewusst für deinen inneren Wandel zu entscheiden, weil er dich in deinem Leben weiterbringt,
  • den Erfordernissen zu entsprechen, um das Neue in das Zukünftige zu transformieren,
  • mit jedem mutigen Schritt mehr Sicherheit zu erlangen,
  • stärker und selbstbewusster zu werden.

Mutig sein heißt auch, unseren Stärken und unserer Intuition zu vertrauen. Erinnere dich: Wann in deinem Leben warst du mutig und wusstest genau, was zu tun war? Auf welche Eigenschaften und Fähigkeiten kannst du dich verlassen? Was hast du als Kind gern gemacht? Was schätzen andere Menschen an dir, wofür bekommst du häufiger Anerkennung?

Sammle all diese Stärken und frage dich, wie du sie festigen, weiterentwickeln und einsetzen kannst. Und überlege, wer oder was dich dabei unterstützen kann.

Widme dich bewusst deinen Kraftquellen

Welche Momente schenken dir Freude und geben dir Kraft? Was tut dir gut? Bei welchen Tätigkeiten vergisst du Zeit und Raum?

Das ist für jeden Menschen anders. Es können sinnliche Momente sein, ein Abweichen von Gewohnheiten, kleine oder große Dinge, Erlebnisse, die du allein oder in Gesellschaft hast, ein kurzer Augenblick oder eine längere Phase. Es sind unsere Kraftquellen, die wir bewusst in unseren Alltag nutzen können, um immer mal wieder aus unseren gewohnten Bahnen herauszutreten.

Nimm dir 20 Minuten Zeit und liste all diese Kraftquellen so konkret wie möglich auf.

Hier einige Dinge, bei denen ich ganz im Moment bin sowie Zeit und Raum vergesse (eine Auswahl – sicher schaffen du und ich eine Liste von 100 dieser Momente)

  • Mit dem Fahrrad durch den Sommerwind fahren
  • Tanzen, als gäb`s kein Morgen mehr
  • Sonntagsausflüge in unbekanntes Gebiet
  • Natur mit allen Sinnen erleben
  • Mit Kochrezepten experimentieren und was Neues ausprobieren
  • Mein Morgenbrei mit wechselnden Zutaten und einer Prise Zimt
  • Der weite Blick über den Horizont beim Sonnenuntergang
  • Vogelgezwitscher am frühen Morgen, wenn noch alle schlafen
  • Meinen Enkelsohn lachen sehen, im Arm halten und den Babyduft einatmen
  • Wahrhaftige Nähe und tiefe Begegnung mit einem lieben Menschen

Was löst in dir ein Kribbeln im Bauch, eine Lebendigkeit, eine Gänsehaut aus, was zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht?

Schreib alles auf und lege es an einen Ort, wo du es immer präsent hast. Suche dir 2, 3 Kraftquellen, die du in den nächsten Wochen täglich pflegen möchtest und wähle eine besondere aus, der du gezielt deine Aufmerksamkeit schenken möchtest.

Du hast den Text bis zum Schluss gelesen und bist inspiriert, das ein oder andere auszuprobieren?

Erzähle mir von deinen Erfahrungen, hinterlass einen Kommentar oder schreibe mir!

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